Archive for the ‘Archiv’ Category

23. Juni: Info-Veranstaltung zur Situation von Josef

Sonntag, Juni 22nd, 2014

Freiheit für JosefObwohl der Akademikerball (ehem. WKR-Ball) in Wien schon mehr als vier Monate zurückliegt, beschäftigt er die Justiz immer noch. Hunderte linker Aktivist_innen aus verschiedenen Ländern hatten sich am 25. Januar versammelt, um gegen das reaktionäre Treiben der östereichischen Elite zu protestieren. Bei den darauffolgenden Auseinandersetzungen mit der Polizei kam es zu Sachschäden in Höhe von rund einer Million Euro. Nun brauchen die Wiener Behörden dringend Schuldige und wollen ein Exempel statuieren.

Gefunden haben sie den Josef S. aus Jena, der seit dem 25.01. in Wien in U-Haft sitzt. Die österreichischen Behörden begründen die Länge der Haft mit seiner akuten „Tatbegehungsgefahr“ als ob sie glauben würden, Josef würde bei der nächsten Gelegenheit losrennen und die nächsten Sparkassenfenster eintreten.

INFO-VERANSTALTUNG
ZUR SITUATION VON JOSEF MIT
INPUT UND FILMCHEN

23. JUNI | 21 UHR  | MARTIN-LUTHER-STRAßE 33
L33 TRESEN & VOKÜ

 

19. Juni: Veranstaltung zur Situation in griechischen Knästen im Kosmotique

Donnerstag, Juni 19th, 2014

Am Donnerstag, dem 19. Juni begrüßen wir eine Genossin aus Griechenland, welche über die Situation griechischer Häftlinge und die aktuelle Repression berichten wird.

VORTRAG UND DISKUSSION
ZUR SITUATION IN GRIECHISCHEN KNÄSTEN
19. JUNI | 20 UHR | KOSMOTIQUE

Einladungstext:

Die Isolation der Gefangenen in Griechenland bekämpfen

Die griechischen Gefängnisse sind Bühne eines politischen Kampfes. Nachdem im Zuge der Memoranden der Troika in Griechenland massive Angriffe von oben gegen das Sozialwesen & Co. stattfanden, wird jetzt das griechische Gefängnissystem ins Visier genommen. Es geht um ein eigentliches Memorandum der Knäste.

Politische und soziale Gefangene kämpfen gemeinsam gegen die miesen Haftbedingungen, erst recht gegen die angekündigten Verschärfungen. Schon einmal lancierte die griechische Regierung einen derartigen Versuch, sie scheiterten damals am entschlossenen Widerstand. Sie versuchen es jetzt erneut, wollen Isolationstrakte einführen, die an die F-Typ-Gefängnisse in der Türkei erinnern.

Die Situation in Griechenland, der Kampf der Bevölkerung wie der Revolutionäre steht in der ersten Reihe des Widerstands gegen den Kapitalismus und seine Krise. Darin sind die Gefangenen an der Spitze der Auseinandersetzungen – so auch jetzt. Folgerichtig heisst es, den Kampf der Gefangenen zu unterstützen, indem der Kampf der Bevölkerung gegen die Krisenpolitik und für eine fortschrittliche Perspektive unterstützt wird.

Eine Genossin aus Griechenland wird zur aktuellen Situation in Griechenland sprechen, ausser- wie innerhalb der Knastmauern. Es braucht praktische internationale Solidarität zur Unterstützung des Kampfes gegen das Memorandum der Knäste und für den Klassenkampf von unten.

Mailand (13. Juni) – Zürich (15. Juni) – Stuttgart (17. Juni) –
Dresden (19. Juni) Magdeburg (20. Juni) – Berlin (21. Juni) Hamburg (22. Juni)

 

 

Tresen am 10. Juni: Ein Film zur §278a-Thematik in Österreich

Dienstag, Juni 10th, 2014

Film - Der Prozess - CoverDie Rote Hilfe lädt jeden Dienstag ab 19 Uhr zur Sprechstunde ins AZ Conni. Dazu gibt es ab 20 Uhr vegane Vokü und politischen Input.

Bei gutem Wetter gibt es die Vokü und den Film im Conni Hof…

FILM: DER PROZESS
EIN FILM ZUR §278A-THEMATIK IN ÖSTERREICH
10. JUNI | 20.30 UHR | AZ CONNI

Über den Film: Türen werden mit Rammböcken aufgebrochen, vermummte Kommandos stürmen mit Stahlhelmen und geladenen Waffen die Wohnungen, jagen junge Menschen aus ihren Betten und setzen ihnen Pistolen an den Kopf. Die Beamten werfen Computer auf den Boden, durchwühlen Schränke und Betten. Kinder stehen verängstigt daneben. Das sind keine Szenen aus dem Irak-Krieg, sondern die Bilder eines Polizei-Einsatzes in Österreich 2008, bei dem der Mafia-Paragraf 278a just gegen Tierschützer in Anwendung gebracht wurde. Mit dem Vorwurf der Bildung einer kriminellen Organisation reichte somit schon die Vermutung auf Sachbeschädigungen aus, um zehn der Aktivisten ins Gefängnis zu bringen. Zwei Jahre Überwachung, drei Monate Untersuchungshaft und die Beschlagnahmung von Materialien durch die

Einsatzkommandos erbrachten nicht die erhofften Beweise. Die Staatsanwaltschaft stellte dennoch Antrag auf Haftverlängerung, mit dem Argument, es handle sich um eine besonders klandestine, kriminelle Vereinigung. Der Strafantrag folgte ein Jahr später. Und weil den ermittelnden Behörden immer noch der wesentliche Anfangsverdacht fehlte, lauschten Spezialeinheiten wochenlang penibel bis in die Schlafzimmer der Angeklagten. (…)

Mehr Infos:  http://antirep2008.org/
Hintergrund: https://de.wikipedia.org/wiki/Wiener_Neust%C3%A4dter_Tiersch%C3%BCtzerprozess